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Autor Thema: ausstellungen, die ich nicht sehen werde  (Gelesen 2208 mal) Mister Wong Del.icio.us FaceBook Stumble Upon Google Bookmarks Technorati Yahoo My Web
Juliane
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« Antwort #195 : 16. Mai 2009, 00:21:01 »

Im Ernst?
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« Antwort #196 : 16. Mai 2009, 01:42:57 »

Man könnte diese Aussage aber auch als Beispiel für die Miniaturisierung lesen, nicht?
Nicht mal 'ne Revolution ...usw.

Aus Sicht der Ostler war es eine, und sie sind stolz darauf, daß es eine friedliche war, beginnend mit der rasant wachsenden Teilnahme an den Demonstrationen, erst in Leipzig, dann in zig weiteren Städten. Von Amokläufen z.B. ist aus der Zeit nichts überliefert.

nene...so wars nicht gedacht.
klar war das eine revolution..die massendemos und damit der mut der ddr-ler ist bei den brd-lern mit grossem respekt beachtet worden. damit war ja auch die hoffnung verbunden, dass endlich diese mauer keine bedeutung mehr haben könnte, wenn alles gut ginge. hätte ja auch ganz anders ausgehen  können.
allerdings hatte diese revolution  nicht zur  folge, dass sich die ddr von innen heraus verändert hätte. die veränderung wurde von aussen, von der brd in die ddr sozusagen exportiert. von heute auf morgen. nichts was gestern war hatte am nächsten tag noch gültigkeit. eben alles in sich zusammengefallen. nicht die häuser.....die gültigkeiten und wertigkeiten waren mit einem mal einfach ....weg.
anfangs war das den leuten egal, weil ja klar war bzw sie selbstverständlich annahmen, dass es ein wechsel von schwarz nach weiss war. ausserdem waren viele erst mal mehr im westen unterwegs und beschäftigt mit den neuen eindrücken. hinter ihnen sind die letzten 40 jahre implodiert und das was vor ihnen lag, wurde relativ kritiklos, eher euphorisch aufgesogen.
bis klar wurde, dass die anwesenheit von weiss nicht die abwesenheit von schwarz bedeutet...........womit ich sagen will, dass die vergangenen 40 jahre existent waren..und einen wert hatten. die jahre, die dazwischen lagen, waren eben so etwas wie ein ...hmm.....wertevakuum.
dort nicht mehr zuhause, da noch nicht daheim.

ich bin mir nicht im klaren darüber, ob es ignoranz, unwissenheit oder politisches kalkül ist, die kulturelle entwicklung in der ddr zum teil unter den tisch fallen zu lassen.
das argument, dass ja irgendwie alles aus der zeit von..........sozialistischem gedankengut......durchdrungen war, wäre ja ziemlich verkrampft und vom kleingeist geprägt.
und wenn es denn so gewesen wäre......so what.........das gehört zu unserer gemeinsamen deutschen geschichte.
 Grinsend Grinsend Grinsend  der ausdruck so what ist in diesem zusammenhang auch nicht schlecht.







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Willst du wissen, welcher Weg vom Berg herunterführt, musst du Leute fragen, die von dorther kommen.
Juliane
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« Antwort #197 : 16. Mai 2009, 10:20:34 »

nene...so wars nicht gedacht.*
... in sich zusammengefallen. nicht die häuser...**
ich bin mir nicht im klaren darüber, ob es ignoranz, unwissenheit oder politisches kalkül ist, die kulturelle entwicklung in der ddr zum teil unter den tisch fallen zu lassen.***
* Aber war doch gut, daß wir noch mal drüber geredet haben, nicht? Schöne Antwort bekommen, hn!
** Ist vielleicht bekannt, der auf die Häuser - manche - gemünzte Spruch: "Ruinen schaffen ohne Waffen"?
*** Es war, aus meiner Sicht, alles zusammen... auch aus - Ende der 80er verschärften - "Wettbewerbsgründen", und es hat eine lange Tradition, wie man z.B. auch in der Biographie von Dutschke sieht, an die heizer erinnert hat (Nichtanerkennung von Schulabschlüssen).
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« Antwort #198 : 16. Mai 2009, 18:12:24 »

Dazu möchte ich aber erst mal die zahlenmäßigen Grundlagen und das ganze Pipapo sehen, aus dem derlei - Reiseland DDR - abgeleitet werden kann.

Was soll z.B. das heißen: Sie hatten viel früher einen Urlaubsanspruch?

das mit den zahlen ist mir zu kompliziert, hier auszuführen. es gibt z.b. von dem tourismusforscher hasso spode sehr viel literatur dazu, aus der das hervorgeht z.b. "Goldstrand und Teutonengrill. Kultur- und Sozialgeschichte des Tourismus in Deutschland 1945-1989." mit "deutschland" meint er beide deutschlands. aber er selber bezieht sich da natürlich auch auf etliche forschung und zahlen des reisebüros der ddr, jugendtourist, FDGB, betriebe, camping etc.  er meint, es gäbe einen "verblüffenden gleichklang" der reiseintensität (=wieviel prozent der bevölkerung verreist mind. 1 mal/jahr) bei völlig unterschiedlichen bedingungen.grade zu beginn der ddr konnte der FDGB-feriendienst stärker als die brd an sozialtouristische modelle der vorkriegszeit anknüpfen. mit dem reiseboom der 60er jahre in der brd hätte die ddr zwar nicht ganz mithalten können, doch wurde dies laut spode ende der 70er egalisiert und schließlich übertroffen. das beweist die ausgeprägte reiselust und soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass der bedarf dem angebot in der ddr immer hinterherhinkte, besonders natürlich bei auslandsreisen, was eine permanente unzufriedenheit erzeugte.

die sowjetische militäradministration hat bereits 1946 einen anspruch auf bezahlten urlaub für alle arbeiter und angestellte verfügt und dann 1951 in der ddr-verfassung verankert. in den westzonen kam es erst 1963 zu einem bundeseinheitlichen gesetz.
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« Antwort #199 : 16. Mai 2009, 18:16:07 »

wahrscheinlich fällt in diese statistik mit dem reisen z.b. auch die reise ins erzgebirge oder in den thüringer wald. hierzulande wird man ja  heute garnicht ernst genommen wenn man sagt man fährt in den harz oder sowas. es zählen ja nur die auslandsreisen .

wenn wir aber von der zeit zwischen 1949-1989 reden, dann muss man da ganz klar unterschiede in den einzelnen jahrzehnten sehen. man hat auch in der brd erst in den 60er jahren angefangen, verstärkt ins ausland zu reisen.
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« Antwort #200 : 16. Mai 2009, 18:23:30 »

ansonsten ist mir aus meiner jugend ein reges urlaubmachen im sozialistischen ausland garnicht so in erinnerung. klar haben das manche gemacht aber sooo billig war das auch nicht, meine ich. jedenfalls im verhältnis zu ddr-gehältern. also wir konnten uns das nicht oft leisten.

weil ich es grad vor mir liegen hab: zwischen 1975 und 89 vermittelte das staatliche reisebüro jährlich 1 million reisen ins soz. ausland. da sind nicht die jugendreisen mitgezählt  - es waren also noch mehr. zu gleicher zeit begann der auslandsreisenboom in der brd - die sed wollte wohl nicht hinterherhinken und war ständig von konkurrenzdenken getrieben, sagt das buch. womöglich liegt in dieser 40-jährigen vergleicherei auch eine (von mehreren) wurzeln eines ostdeutschen minderwertigkeitsgefühls? wenn man 40 jahre immer mit dem größeren geschwisterkind verglichen wird, das schon aus dem haus ist (ich weiß, der vergleich hinkt..), wirkt das lange nach, oder?
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Juliane
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« Antwort #201 : 16. Mai 2009, 18:56:31 »

... dass der bedarf dem angebot in der ddr immer hinterherhinkte...
Ich wette, genau andersherum war's...   Rauchen
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« Antwort #202 : 16. Mai 2009, 19:01:15 »

upsala, hab mich vertan, klar war es andersherum. rinks und lechts darf man nicht velwechsern..
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« Antwort #203 : 16. Mai 2009, 19:57:46 »


Die Ausstellung beider Germanys die in L.A. gezeigt wurde
hab ich gestern in aspekte gesehen 
ist jetzt in Nürnberg
damit ist der Ort des diesjährigen Aura-Sommerfestes
und sein Organisator glaub ich klar  Grinsend
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Seid nett zu einander  -  und spielt keine so grausligen Computerspiele
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« Antwort #204 : 16. Mai 2009, 20:15:27 »

oh, da freu ich mich schon auf den guten wein...  Grinsend
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« Antwort #205 : 06. Oktober 2009, 13:30:32 »

ich würde gern die nan goldin-ausstellung in berlin sehen, werde ich aber nicht, weil ich nicht in berlin sein werde.
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« Antwort #206 : 12. Oktober 2009, 23:45:58 »

danke für den tipp, ist mir bisher entgangen, was komisch ist, weil die c/o-galerie immer die ganze stadt vollplakatiert.
den vortrag von nan goldin am sonntag hätte ich gern gehört, aber 20 euro als eintritt finde ich total übertrieben (und unüblich!) und das kann ich mir auch nicht leisten.
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